Vorspeise
"Mintabbal" (Auberginen-Mus)
Zutaten für 6-8 personen:
2 mittelgroße Auberginen
2 EL Olivenöl
2 EL Sesampaste (in türkischen Geschäften nach "Tahine" fragen)
Saft einer Zitrone
1 Vollmilch-Joghurt
1 Knoblauchzehe, Salz
Zuerst müssen die Auberginen gegart werden. Die kann auf zweierlei Weise geschehen. Entweder du schneidest
sie in Scheiben und brätst sie unter Umwenden im Öl gar, oder du lässt sie ganz und legst sie
auf die oberste Schiene im Backofen (bei ca 200 Grad), bis sie weich sind. In beiden Fällen nicht abschälen.
Anschließend mit der Gabel zerdrücken oder im Mixer pürieren (nicht zu fein). Nun den Joghurt
dazugeben, den Salz und die zerdrückte Knoblauchzehe. Zuletzt die Sesampaste mit dem Zitronensaft
verrühren und unterheben. Alles kräftig verrühren und auf eine flache Schale streichen. Hast du die
Auberginen in Öl gebraten, so träufele nur noch ein wenig darüber; sind sie im Backofen gegart worden,
so rühre noch zusätzlich 2 EL Öl darunter. Bestreue die fertige Platte "Mintabbal" mit scharfer Rosenpaprika;
gehackter Petersilie; und dekoriere sie mit Walnusshälften.
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Hauptspeise
"Cous-Cous Royal"
"Cous-Cous" ist das Nationalgericht des Maghreb.
Es wird in Marokko, Algerien und Tunesien auf verschiedene Weise zubereitet.
2 ½ Dosen geschälte Tomaten,
1 kl. Dose Harissa (scharfe Paste aus der roten Pfefferschote),
1 frischer Blumenkohl,
4 Gemüsezwiebeln,
4 grüne Paprikaschoten,
500 gr. Möhren,
4-6 mittelgroße Kartoffeln,
1 gr. Oder 2 kl. Dosen Kichererbsen, Olivenöl,
1 kg. Hammelschulter oder auch Hühner- oder Rindfleisch - je nach Geschmack.
In Nordafrika wird der Cous-Cous in einem speziellen Gefäß, in der Cous-Cousière zubereitet, die aus einem hohen
Aluminium-Topf mit einem passenden Aluminium-Sieb besteht. Im Topf werden das Fleisch und die Gemüse gekocht,
während obendrauf im Sieb der Cous-Cous gart. Ich persönlich finde das Fleisch schmackhafter, wenn es extra
zubereitet wird, sein Eigengeschmack bleibt so besser erhalten.
In einem großen Topf mit den Dosentomaten eine Tomatensauce bereiten, die du mit Olivenöl, Salz, 1
Prise Zucker und 1 Zehe Knoblauch abschmeckst. Gib je nach Geschmack entweder ½ Dose oder die
ganze Dose Harissa hinein. Das gibt die Schärfe. Die gewaschenen Gemüse nun nacheinander oder
zusammen (je nach Grüße des Topfes) ganz in die Sauce geben und garen. Die Kichererbsen können
inzwischen mitköcheln. Den vorher mit Wasser gut durchfeuchteten Cous-Cous in einem Metallsieb
auf den Topf setzen und im Dampfbad der Tomatensauce weich dämpfen lassen. Zwischendurch mit
einer Gabel umwenden, damit er nicht zusammenklumpt. Das Fleisch kannst du, wie schon erwähnt,
entweder in der Sauce mitkochen oder getrennt braten.
Ist alles gegart, benötigst du eine große angewärmte Platte oder Schüssel. Zuerst füllst du den
Cous-Cous auf. Darauf verteilst du die einzelnen Gemüse und dekorierst in einer Vertiefung die
Fleischstücke. Zuletzt gießt du einen Teil der Sauce mit den Kichererbsen darüber. Der Cous-Cous
braucht viel Flüssigkeit, stelle deshalb noch extra Schüsselchen mit Sauce auf den Tisch.
Nachspeise

Il Die Baklaua ist im ganzen Nahen Osten bis hin nach Griechenland verbreitet. Je nach den verschiedenen landesüblichen Zutaten wird sie unterschiedlich zubereitet, in Syrien z.B. mit Pistazien, in Ägypten mit Haselnüssen und in der Türkei und Griechenland mit Walnüssen. Hier ein Rezept mit Walnüssen, die du, wie gesagt, auch durch andere Nüsse ersetzen kannst.
Zutaten für 8-10 portionen:
2 Pakete Blätterteig.
150 gr. Zerlassene Butter
140-200 gr. gehackte Walnüsse
100 gr. Zucker,
Saft einer Zitrone
¼
¼ l Wasser, 1 Likörgläschen Rosenwasser.
Eine viereckige Form fetten und das erste aufgetaute Teigblatt
hineinlegen. Mit Butter bepinseln und mit Walnüssen betreuen. Darüber kommt das nächste Teigviereck,
das du wieder mit Butter bepinseln und mit Nüssen betreust usw., bis du 6-8 Schichten hast. Die oberste
Teigplatte ebenfalls mit Butter bestreichen und mit einem Messer diagonal einritzen. Bei 175 Grad im
Ofen ca. 60 Minuten backen. Bereite in dieser Zeit einen Sirup zu, indem du das Wasser mit dem Zucker
und dem Zitronensaft aufkochst, und gieße ihn nach dem Abkühlen über die Baklaua.
Lass die Baklaua einige Stunden ziehen, und beträufele sie vor dem Servieren mit Rosenwasser.
Bevande

¼ TL gemahlener Kardamon (in Gewürzhäusern), Zucker - je nach Geschmack; normalerweise 1 TL Zucker pro 1 TL Kaffee
Setze das nötige Wasser zusammen mit dem Zucker auf. Nimm den Topf
kurz vor dem Aufkochen von der Platte, und rühre den abgemessenen Kaffee zusammen mit dem Kardamom hinein.
Bring das Ganze wieder bei niedriger Hitze zum Kochen. Unter ständigem Rühren solange weiterkochen, bis kein
Schaum mehr auf dem Kaffee schwimmt.
In Mokkatäschen füllen und mit Baklaua-Stückchen servieren.
"Pfefferminztee"
Zutaten für ca. 1 Liter Tee:
Pfefferminzblätter (frisch oder getrocknet), ca. 3 Esslöffel
Grüner Tee (kein Schwarztee!!), ca. 1 Esslöffel
Zucker, 1 Liter Wassera
1 Liter Wassera
Wasser und Pfefferminzblätter in einer Teekanne aufkochen
lassen, den grünen Tee dazugeben und ca. 10 Min. ziehen lassen. Sieben und in eine zweite Teekanne
geben. Den Zucker darunter mischen und gut rühren. Der Tee sollte eher süß sein. Der Pfefferminztee
wird in kleine Gläschen (z.B. Schnapsgläser), sehr heiß serviert. Ideal zur Verdauung nach einer üppigen Mahlzeit.
Die Rezepte stammen aus dem Buch "Das Bauchtanzbuch" von Dietlinde Karkutli-RoRoRo Verlag