
Es sieht so aus als wäre der
Orientalische Tanz oder Arabische Tanz sogar 20.000 Jahre alt. Ob das tatsächlich stimmt kann man nicht so
leicht beweisen, jedoch gibt es mehrere Zeichen dafür, dass dieser Tanz bereits in allen Urkulturen im
Mittelmeerraum verbreitet war. Anthropologen berichten, dass der Orientalische Tanz, der auch “Mutter
aller Tänze" genannt wird, bereits in Afrika, Nahen Osten, Indien praktiziert wurde. Bei
all diese Kulturen war der Kult der Großen Mutter vorhanden. Diese Göttin wurde mit Tänze verehrt,
während dessen die Frauen die typischen Bewegungen (Hüftkreise, Wellen, Schlangenarme) durchführten.
Im alten Mesopotamien (das aktuelle Irak) hieß diese Göttin Ishtar und sie war die
Göttin der Fruchtbarkeit und der Liebe.
Der Tanz wurde bei den antiken Kulturen für lange Zeit als hohe Kunst angesehen, so bei den Griechen,
den Ägyptern, den Römers usw. Jede Gelegenheit war ein Anlass zum Tanzen, ob Geburt, Hochzeit oder
Volksfest. Später wurde in den arabischen Harems unter Frauen getanzt. Die Frauen tanzten dort die
Liebe zum eigenen Körper, die Liebe zum Rhythmus und zur Musik. Während der dunklen Zeit des Mittelalters
wurde langsam der Tanz in der westlichen Welt verboten, da man den Tanz als eine Art der Verwirrung ansah.
Man denke nur an den Hexen, die öffentlich verbrannt wurden und die ihre Feste heimlich mit Tänze und magische
Rituale feierten. Im Orient hingegen blieb die Tradition des Tanzen noch lange erhalten und auch, wenn mit der
Islamisierung der Tanz in der Öffentlichkeit in manchen Ländern verboten wurde, blieb er jedoch in der Tradition
wach und auch den oft streng religiösen Vorschriften gelang es nicht den Tanz aus dem Herz der
Menschen zu verbannen.
Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts erwachte wieder im Westen die Lust auf den Tanz. 1893 fand als
Anlaß der 400. Jahrestages der Entdeckung Amerikas durch Christophorus Columbus die Columbische
Weltausstellung in Chicago statt. Dort traten die ersten Bauchtänzerinnen aus Kairo im Westen auf.
Später ließen sich einige berühmte Tänzerinnen wie z.B. Isadora Duncan oft vom Orient inspirieren.
Berühmt waren ihre orientalischen Kostüme. In Europa verbreitete sich auch der Mythos der Mata Hari.
Während den Jahren 1940/1950 wanderten mehrere ägyptische und libanesische Tänzerinnen in die aus USA und
brachten dort ihren Tanz. So wurde der Name Bellydance langsam ein Begriff. Aus den USA zog der Orientalische
Tanz langsam nach Europa, und zwar vor allem nach England und nach Deutschland und in den letzten Jahren auch
südlicher, nach Frankreich, Italien und Spanien.
Schaut, sie nähert sich
Die Tänzerin der Zukunft.
Eine große Seele
In einem freien Körper.
Physische Vorteile
Der Orientalische Tanz verbessert das allgemeine Wohlbefinden,
er fördert die
Konzentration, schenkt den Bewegungen Geschmeidigkeit und Eleganz.
Rückenmuskulatur - viele Beschwerden wie Nackenverspannungen,
Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich, Arthrose usw. werden vermindert.
Der Hormonhaushalt verbessert sich, eine Hilfestellung für Menstruationenbeschwerden, teilweise Fertilitätsprobleme
lösend. Ideal nach der Geburt als Rückbildungsgymnastik und auch als Geburtsvorbereitung (Ursprung des Tanzes)
Der Orientalische Tanz strafft die gesamte Muskulatur und beugt
Schwangerschaftsstreifen vor. Jede Bewegung des Orientalischen Tanzes, wenn korrekt durchgeführt,
hat einen positiven Einfluss aus unseren ganzen Körper.
Psychische Vorteile
Der Orientalische Tanz hilft der Frau sich
auch mit eventuellen kleinen Unvollkommenheiten zu akzeptieren.
Der Orientalische Tanz lässt Energie tanken -
entspannt Körper und Seele. Da man die Körperteile isoliert wird die Konzentration und die Körperwahrnehmung gefördert.
Der Orientalische Tanz öffnet ein Fenster auf
anderen Kulturen und hilft uns Menschen aus dem Abendland einige Vorurteile über das Morgenland
und der arabischen Kultur abzubauen.